Quo Vadis, Verkehrswende Hamburg?
Die Hamburger Verkehrswende wendet den Verkehr nicht. Das ist die ernüchternde bisherige Bilanz. Seit Jahren nehmen Autoverkehr und CO₂-Emissionen kaum ab, die Anzahl der zugelassenen Pkw wächst sogar, teilweise schneller als die Bevölkerung. Obwohl der Hamburger Senat die Verkehrswende beschlossen hat, steht Hamburg beim Bundesländerindex Mobilität und Umwelt auf dem drittletzten Platz.
Woran das liegt? Am zu zaghaften Agieren einer Politik, die sich weiterhin vor dem Groll der autofahrenden Hamburger:innen fürchtet. Dabei könnten sich 82% von ihnen vorstellen, auf den ÖPNV umzusteigen, 60% auf das Fahrrad, sie tun es jedoch aufgrund der mangelnden Sicherheit im Straßenverkehr nicht.
Was muss passieren? Ein Blick in andere Städte zeigt: Viele von ihnen haben die Verkehrswende bereits erfolgreich angestoßen. Und sie fand dort die Unterstützung der Bevölkerung, nachdem diese die positiven Effekte auf die Lebensqualität spürte. Fast niemand wollte eine Stadt voller fahrender und parkender Autos zurück. Auf Basis einer Studie, die die effektivsten Maßnahmen ausgewertet hat, haben wir 10 Forderungen für eine wirksame Verkehrswende zusammengestellt.

Zusammen mit Reinventing Society und Wire Society, einem preisgekrönten Architekt:innen- und Künstler:innenkollektiv in London, haben wir eine regenerative Zukunftsvision für ein klimaneutrales Hamburg im Jahr 2045 gestaltet. Sie zeigt u. a., wie sich die ehemals sechsspurige Ludwig-Erhard-Straße in eine grüne Allee mit sicheren, abgetrennten Radwegen und begrünten ÖPNV-Trassen, verwandelt hat. Es gibt neue Stadtgärten, begrünte Dachterrassen und Gebäudefassaden schützen vor Hitze im Sommer, Photovoltaikanlagen oder die innovativen „Dutch Windwheels“ erzeugen Strom. Der motorisierte Individualverkehr ist passé und die neu entstandenen Freiflächen laden zum Verweilen ein.
Diese Realutopie von Hamburg ist auch Teil eines umfassenderen Bildbandes „Zukunftsbilder 2045“ von Reinventing Society und wurde bereits vom Projekt Nachhaltigkeit mit dem Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Zukunft im Bild“ ausgezeichnet.
Reinventing Society fokussiert sich u.a. auf die Kreation positiver Zukunftsbilder für die Klimakommunikation. Sie sind davon überzeugt: „Wenn wir verändern wollen, was ist, brauchen wir Orientierung und ein starkes Bild davon, wohin wir wollen, wie es dort aussieht und wie wir dort leben.“ Weitere Informationen zum Projekt hinter dem Bild findet ihr hier.










GermanZero Hamburg: Gemeinsamer Brief an den Senat
„Der Staat ist durch das Grundrecht auf den Schutz von Leben und Gesundheit in Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG zum Schutz vor den Gefahren des Klimawandels verpflichtet.“
Die Folgen des Klimawandels sind eine immer größer werdende Gefahr. Sie bedrohen unsere Leben und belasten unsere Gesundheit. Wir von GermanZero Hamburg fordern, zusammen mit einer großen Zahl von Verbänden und Initiativen den Hamburger Senat auf, beim Kampf gegen den Klimawandel ernst zu machen und unser Grundrecht zu achten! Wir brauchen mutige Gesetze und Länder, die eine wirkliche Vorbildrolle beim Klimaschutz einnehmen.
Überall in Deutschland setzen sich mehr und mehr Städte und Gemeinden für unser Klima ein. Genau das machen wir in Hamburg auch. Begleitet von unserer Kampagne #deinJob Herr Tschentscher haben wir mit unseren Unterstützer*innen einen gemeinsamen Brief an den Hamburger Senat geschrieben.
In dem Brief an unseren Senat fordern wir: Hamburg soll zukunftsfähig werden und bis 2035 klimaneutral sein!
Wir fordern den Senat auf, das Klimagesetz in einem beschleunigten Verfahren zu überarbeiten und die CO2-Ziele zu verschärfen. Wir unterbreiten konkrete Vorschläge zur Förderung der Biodiversität und der Eindämmung des CO2-Ausstoßes in Sektoren wie Energie- und Wärmeversorgung, Gebäude und Mobilität. Zudem stellen wir klar fest, dass Klimaneutralität und soziale Gerechtigkeit einander bedingen. Beide Ziele sind nur zusammen und gleichzeitig umsetzbar, sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Deshalb erwarten wir eine soziale Klimapolitik und fordern eine systematische Bürger*innenbeteiligung.
Mit unserem gemeinsamen Brief fordern wir ein rundum starkes Klimaschutzgesetz und nicht weniger als einen Paradigmenwechsel für Hamburg! #deinJob Herr Tschentscher
Bisher gesammelte Unterschriften:
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Unsere Unterstützer*innen
Weil wir nur gemeinsam stark sind


























