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Das Diagramm visualisiert das Konzept eines gerechten Raums für die Menschheit innerhalb ökologischer Grenzen, der durch eine regenerative und verteilende Wirtschaftsweise ermöglicht wird, während aktuelle Überlastungen und Defizite aufgezeigt werden. Das Bild ist eine schematische Darstellung in Form eines Kreises, der in verschiedene Sektoren unterteilt ist und ein komplexes System von Wechselwirkungen zwischen ökologischen Grenzen und gesellschaftlichen Grundlagen veranschaulicht. Im Zentrum befindet sich ein kleiner Kreis mit der Aufschrift "DEFIZIT". Daran schließt sich ein breiterer grüner Ring an, der den "EIN SICHERER UND GERECHTER RAUM FÜR DIE MENSCHHEIT" darstellt. Dieser Ring ist weiter unterteilt in verschiedene Aspekte des menschlichen Wohlergehens wie Gesundheit, Ernährung, Bildung, Einkommen und Arbeit, Frieden und Gerechtigkeit, politische Vertretung, soziale Gerechtigkeit, Wohnen, Gleichstellung der Geschlechter, Netzwerke, Energie und Wasser. Um diesen inneren Ring herum befindet sich ein äußerer dunkler grüner Ring mit der Aufschrift "ÖKOLOGISCHE OBERGRENZE". Außerhalb des gesamten Kreisdiagramms sind rundherum in helleren Tönen verschiedene Herausforderungen und Belastungen aufgeführt, die die ökologische Obergrenze überschreiten oder die gesellschaftliche Grundlage untergraben. Auf der linken Seite sind "Luftverschmutzung" und "Verlust an Biodiversität" zu sehen. Auf der oberen Seite befinden sich "Zerstörung der Ozonschicht", "Klimawandel" und "Versauerung der Ozeane". Auf der rechten Seite sind "Chemische Verschmutzung" und "Stickstoff- und Phosphorbelastung" aufgeführt. Am unteren Rand sind "Süßwasserentnahme" und "Flächenumwandlung" zu erkennen. Eine Pfeilspitze mit der Aufschrift "ÜBERLASTUNG" zeigt von der rechten Seite des Diagramms schräg nach oben und deutet an, dass die menschlichen Aktivitäten die ökologischen Grenzen überschreiten.

Bild: Der Doughnut der Doughnut-Ökonomie, Quelle: Wano2011, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Aufruf der Doughnut Coalition Hamburg: Aktuelles Möglichkeitsfenster für die sozial-ökologische Transformation nutzen

Hamburg arbeitet gerade an einer Strategie zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Eine aktuelle Studie empfiehlt in diesem Zusammenhang die Orientierung an der Doughnut-Ökonomie. Beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) können sich Kommunen noch bis Ende August 2026 für die Erstellung eines Daten-Donuts bewerben. Hamburg sollte diese Chance nutzen.

Ende diesen Jahres will Hamburg seine Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlichen. Das Hamburger Nachhaltigkeitsforum hat in diesem Zusammenhang im Juni ein Konzeptpapier zu Governance Strukturen veröffentlicht [1]. Darin wird die Donut-Ökonomie als nützliches Steuerungsinstrument vorgeschlagen. Sie sei besonders geeignet

  • Zielkonflikte transparent zu machen und systematisch zu strukturieren
  • komplexe Nachhaltigkeitszusammenhänge sichtbar zu machen
  • als gemeinsamer Referenzrahmen für unterschiedliche Akteure
  • Konflikten frühzeitig zu erkennen, sichtbar zu machen und durch transparente und offene Kommunikation zu minimieren
  • integrierte Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu entwerfen

Aus diesem Grund hat das Nachhaltigkeitsforum die Stadt aufgefordert, den Donut in zentrale politische Steuerungsprozesse zu integrieren. Ein erster Schritt dazu wäre die Erstellung eines Daten-Donuts.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat aktuell einen Call for Cities aufgesetzt [2]: Bis zum 28.8.2026 können sich Kommunen bewerben, an einer Gemeinschaftsstudie teilzunehmen und mit Hilfe des Difu einen Daten-Donut für ihre Kommune zu erstellen. Eine solche Bestandsaufnahme wäre sehr hilfreich für Hamburg, um der notwendigen sozialökologischen Transformation einen Schritt näher zu kommen

Die Doughnut Coalition Hamburg [4] ruft dazu auf, die relevanten Entscheidungsträger:innen in Hamburgs Politik und Verwaltung anzuschreiben und sie aufzufordern, Hamburg an dieser Studie zu beteiligen. Dies sind z.B.

Teilt gerne diesen Aufruf!

[1] https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/nachhaltigkeit/hamburg-nachhaltigkeitsstrategie-1113440
[2] https://www.nachhaltigkeitsforum.org/nachhaltigkeit-wirksam-steuern/
[3] https://difu.de/bis-28-august-2026-bewerben-interessierte-kommunen-fuer-gemeinschaftsstudie-gesucht
[4] https://www.doughnut.hamburg/