Bild: Der Doughnut der Doughnut-Ökonomie, Quelle: Wano2011, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Aufruf der Doughnut Coalition Hamburg: Aktuelles Möglichkeitsfenster für die sozial-ökologische Transformation nutzen
Hamburg arbeitet gerade an einer Strategie zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Eine aktuelle Studie empfiehlt in diesem Zusammenhang die Orientierung an der Doughnut-Ökonomie. Beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) können sich Kommunen noch bis Ende August 2026 für die Erstellung eines Daten-Donuts bewerben. Hamburg sollte diese Chance nutzen.
Ende diesen Jahres will Hamburg seine Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlichen. Das Hamburger Nachhaltigkeitsforum hat in diesem Zusammenhang im Juni ein Konzeptpapier zu Governance Strukturen veröffentlicht [1]. Darin wird die Donut-Ökonomie als nützliches Steuerungsinstrument vorgeschlagen. Sie sei besonders geeignet
- Zielkonflikte transparent zu machen und systematisch zu strukturieren
- komplexe Nachhaltigkeitszusammenhänge sichtbar zu machen
- als gemeinsamer Referenzrahmen für unterschiedliche Akteure
- Konflikten frühzeitig zu erkennen, sichtbar zu machen und durch transparente und offene Kommunikation zu minimieren
- integrierte Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu entwerfen
Aus diesem Grund hat das Nachhaltigkeitsforum die Stadt aufgefordert, den Donut in zentrale politische Steuerungsprozesse zu integrieren. Ein erster Schritt dazu wäre die Erstellung eines Daten-Donuts.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat aktuell einen Call for Cities aufgesetzt [2]: Bis zum 28.8.2026 können sich Kommunen bewerben, an einer Gemeinschaftsstudie teilzunehmen und mit Hilfe des Difu einen Daten-Donut für ihre Kommune zu erstellen. Eine solche Bestandsaufnahme wäre sehr hilfreich für Hamburg, um der notwendigen sozialökologischen Transformation einen Schritt näher zu kommen
Die Doughnut Coalition Hamburg [4] ruft dazu auf, die relevanten Entscheidungsträger:innen in Hamburgs Politik und Verwaltung anzuschreiben und sie aufzufordern, Hamburg an dieser Studie zu beteiligen. Dies sind z.B.
- Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin / Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
- Dr. Alexander v. Vogel, Staatsrat für Energie bei der BUKEA
- Andreas Dressel, Senator für Finanzen
- Alexander Mohrenberg, MdHB, Fachsprecher der SPD-Fraktion für Klima, Umwelt, Energie und Agrar, stellvertretender Vorsitzender der SPD Hamburg
- Prisilia Owosekum-Wilms, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA
- Rosa Domm, MdHB, Die Grünen, Schwerpunkte Klima und Mobilität
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[1] https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/nachhaltigkeit/hamburg-nachhaltigkeitsstrategie-1113440
[2] https://www.nachhaltigkeitsforum.org/nachhaltigkeit-wirksam-steuern/
[3] https://difu.de/bis-28-august-2026-bewerben-interessierte-kommunen-fuer-gemeinschaftsstudie-gesucht
[4] https://www.doughnut.hamburg/
